häufiges Leiden bei Sportlern - Schambeinentzündung - Bilde dich

Suche verfeinern nach Beiträgen mit ausgewählten Kategorie:

Home / Gesundheit / häufiges Leiden bei Sportlern – Schambeinentzündung

häufiges Leiden bei Sportlern – Schambeinentzündung -

häufiges Leiden bei Sportlern – Schambeinentzündung

 

Schambeinentzündung: Was ist das Schambein?

Das knöcherne Becken besteht aus dem Kreuzbein und den zwei Hüftbeinen. Jedes Hüftbein setzt sich wiederum aus drei Teilen zusammen: Schambein (Os pubis), Darmbein und Sitzbein.

Die beiden Schambeine bilden den vorderen Teil des knöchernen Beckens. Sie sind über eine faserknorpelige Verbindung, die Schambeinfuge (Symphyse), miteinander verwachsen. Diese hält den Beckenring zusammen und ermöglicht es gleichzeitig, dass sich die Schambeine um einige Millimeter verschieben können.

Beim Stehen auf zwei Beinen wird die Last des Rumpfes von der Wirbelsäule auf die Beine übertragen. Dabei wirken Zugkräfte an der Symphyse. Beim Stand auf einem Bein beziehungsweise beim Gehen steigt der Druck auf die Symphyse, weil zusätzlich noch Gewicht vom Spielbein hinzukommt.

Bei Schwangeren wird durch das ausgeschüttete Hormon Relaxin die Symphyse beweglicher. So kann das Kind bei der Geburt leichter durch das knöcherne Becken austreten.

 

Ursache: Mikroverletzungen durch Überlastung

Das Schambein ist ein Teil des vorderen Beckenrings, an dem zahlreiche Sehnen der Bauch- und Beinmuskulatur ansetzen. Da diese beiden Muskelgruppen in entgegengesetzte Richtungen ziehen, ist das Schambein bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln und Sprints – beispielsweise bei Fußball, Basketball, Hockey oder Laufsportarten – hohen Belastungen ausgesetzt.

Bei zu intensivem oder falschem Training kann es so durch wiederholte Mikroverletzungen zu einer Entzündung des Schambeinknochens, der Sehnenansätze sowie der Knorpel-Gelenk-Verbindung in der Mitte des Schambeins (Symphyse) kommen.

Faktoren, die eine Schambeinentzündung begünstigen

Zudem können folgende Faktoren eine Schambeinentzündung begünstigen:

  • Aktuelle oder frühere Schwangerschaft
  • Geburten in der Vergangenheit
  • Operationen am Unterbauch
  • gynäkologische oder urologische Operationen
  • Schambeinbruch oder andere Verletzungen im Bereich des Schambeins
  • Rheumatologische Erkrankungen
  • Übergewicht

Welcher Arzt bei Schambeinschmerzen?

Die Entscheidung, an welchen Arzt Sie sich bei Schambeinschmerzen wenden sollten, ist gar nicht so einfach. Denn außer einer Schambeinentzündung können auch andere Ursachen zu Schmerzen am Schambein führen. Prinzipiell ist der Hausarzt immer ein guter erster Ansprechpartner: Durch gezieltes Befragen und eine körperliche Untersuchung kann er häufig schon erkennen, zu welchem Kollegen er Sie am besten überweisen sollte.

Bei einer Schambeinentzündung ist in den meisten Fällen ein Orthopäde oder Sportmediziner der Facharzt der Wahl – je nach Vorgeschichte und Krankheitsbild kann unter Umständen auch eine Überweisung zum Gynäkologen bei Frauen oder zum Urologen beim Mann sinnvoll sein.

 

Schambeinentzündung: Untersuchungen und Diagnose

Die Diagnose der Schambeinentzündung ist nicht leicht. Die beschriebenen Schmerzen können auch bei anderen Sportverletzungen und -krankheiten auftreten. So wird anfangs meist eine Leistenzerrung, ein Adduktorensyndrom (Überlastung bestimmter Sehnen) oder andere schmerzhafte Erkrankungen in der Leiste vermutet. Auch das Hüftgelenk wird oft als Schmerzursache verdächtigt. Insgesamt gilt es, eine Schambeinentzündung gegen folgende Erkrankungen und Verletzungen mit ähnlichen Symptomen abzugrenzen:

  • Knochenmarksentzündung (Osteomyelitis)
  • Stress-/Ermüdungsfrakturen im Bereich des Beckenknochens
  • Abrissfrakturen der Sehnenansätze
  • Leistenbrüche (Hernien)
  • Nervenengpasssyndrome
  • Insertionstendinose (chronische Reizung eines Sehnenansatzes am Knochen)
  • Adduktorenzerrung (Adduktoren = Muskeln an der Innenseite des Oberschenkels)
  • Erkrankungen des Harn- und Geschlechtstraktes
  • Rheumatologische Erkrankungen
  • Neoplasmen (Neubildungen von Gewebe)

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *